DSA Die Sklavenjäger von Gareth

Welcome to your campaign!
A blog for your campaign

Wondering how to get started? Here are a few tips:

1. Invite your players

Invite them with either their email address or their Obsidian Portal username.

2. Edit your home page

Make a few changes to the home page and give people an idea of what your campaign is about. That will let people know you’re serious and not just playing with the system.

3. Choose a theme

If you want to set a specific mood for your campaign, we have several backgrounds to choose from. Accentuate it by creating a top banner image.

4. Create some NPCs

Characters form the core of every campaign, so take a few minutes to list out the major NPCs in your campaign.

A quick tip: The “+” icon in the top right of every section is how to add a new item, whether it’s a new character or adventure log post, or anything else.

5. Write your first Adventure Log post

The adventure log is where you list the sessions and adventures your party has been on, but for now, we suggest doing a very light “story so far” post. Just give a brief overview of what the party has done up to this point. After each future session, create a new post detailing that night’s adventures.

One final tip: Don’t stress about making your Obsidian Portal campaign look perfect. Instead, just make it work for you and your group. If everyone is having fun, then you’re using Obsidian Portal exactly as it was designed, even if your adventure log isn’t always up to date or your characters don’t all have portrait pictures.

That’s it! The rest is up to your and your players.

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Was ist ein „gediegenes Abendessen“?
Wenn Weltfremdheit auf Zivilisation trifft.

Razchrar hatte sich inzwischen das Blut von Schuppen und Waffe gewaschen und dachte über die unerwartete Wendung und seine neuen Gefährten nach. Den braunen Mann konnte er nicht erst nehmen. Er hatte behauptet, kämpfen zu können, hatte jedoch keinen Beweis für seine Behauptung geliefert. Den Elfen betrachtete er mit einigem Respekt, da er sich seiner Haut sehr erfolgreich auch selber hatte erwahren können. Den kleinen Mann und das dunkelhäutige Mädchen konnte er noch nicht einschätzen, doch gerade das Mädchen war schien ein Risikofaktor zu sein. Sie kam ihm eigenwilliger vor, als es ihr selbst guttun konnte.

Yelmiz richtete sich innerlich bereits darauf ein, in den Lagerraum des Anwesens zu gehen, sich diverse Kräuter herauszusuchen und diese für Wunderrat aufzubereiten, als dieser stehen blieb, an Blumen schnupperte, Vögel beobachtete und ziellos im Vorgarten umherzulaufen begann. Yelmiz unterdrückte seine Ungeduld. Mit scheinbarer stoischer Ruhe wartete er darauf, dass sein Herr irgendwann seine Sinne wieder von alleine zusammensammeln oder seine Frau einen ihrer hysterischen Anfälle kriegen würde, die er sehr gut verstehen und nachvollziehen konnte. Ludillas Ungeduld ließ nicht lange auf sich warten und im Befehlston beorderte sie Wunderrat in das Innere des Anwesens.
„Ach Ludilla, Liebes, sieh doch nur, wie schön der Tag ist. Und die Vögel zwitschern …“
Weiter kam Wunderrat nicht mehr, denn Ludilla kreischte beinahe Wunderrats Namen, packte ihn am Ärmel und zerrte ihn hinter sich her. Innerlich formulierte Yelmiz einen Dank an Ludilla, wahrte äußerlich aber die Haltung und folgte schweigend und mit der Würde eines Arztes. Ludilla und Wunderrat zogen sich zurück, während Wunderrat ein Beruhigungsmittel anzufertigen begann. Er wusste, dass Ludilla in absehbarer Zeit nach ihm schicken lassen würde, damit er ihr ein Mittel gegen Kopfschmerzen brachte und
bereitete deswegen vorsorglich auch das vor. In der Tat dauerte es nur Minuten, bis der Diener kam, der ihn holen sollte.

Ludilla trank den Tee mit einem tiefen Schluck und stellte dann die
Tasse zur Seite.
„Ich habe in letter Zeit so schreckliche Schlafstörungen.“, sagte Ludilla an Yelmiz gewandt. „Geht doch bitte in die Stadt und besorgt mir etwas dagegen. Etwas starkes. Wenn mich der Schlaf ereilt, dann plagen mich Alpträume.“
Yelmiz nickte.
„Natürlich Herrin. Ich werde sogleich einen Diener schicken.“
Ludilla nickte und schickte Yelmiz dann mit einer Handbewegung weg, hielt ihn dann, als er gerade durch die Tür gehen
wollte noch einmal auf.
„Wäret Ihr gewillt, heute Nacht das Bett mit mir zu teilen?“
Yelmiz schüttelte den Kopf. „Es tut mir Leid, aber ich muss Euer Angebot ablehnen.“
Ludilla seufzte enttäuscht und entließ Yelmiz damit.

Der Arzt beobachtete die neuen Errungenschaften seines Herren durch eines der großen Fenster. Hätte er nicht gewusst, dass der Verstand seines Herren immer schwächer wurde, hätte er sich spätestens jetzt gefragt, ob er von allen guten Geistern verlassen war. Mit dem Elfen und dem Zwerg konnte er sich noch arrangieren, aber um den kleinen schwarzen Menschen sorgte er sich, da er sie im Baum sitzen sah und sich ausmalte, wie sie herunter fiel. Vor der Echse hatte er Respekt, wenn nicht sogar Angst. Er hatte ihn kämpfen sehn. Selbst, wenn das Wesen nicht die Waffe gehabt hätte, wären da immer noch die Klauen, der Schweif und die Zähne. Er würde den Abend abwarten. Vielleicht konnte er die Gruppe dann besser einschätzen, aber alles in Allem gefiel ihm die Situation gar nicht.
Der Bote mit dem Schlafmittel kehrte später wesentlich später zurück, als Yelmiz erwartet hatte. Der Arzt kannte den Jungen nicht, aber er machte einen zerstreuten und erträumten Eindruck.
“Der Mann hat gesagt, man soll davon nicht zuviel nehmen. das bringt einen sonst um.”, sagte der Bote und schien irgendwie zu erwarten, Yelmiz damit etwas Neues zu erzählen. Direser nicht jedoch schlicht und meinte “ich weiß”.

Mit dem schlafmittel bewaffnet machte sich Yelmiz auf den Weg zu Ludilla. Die Baroness sah erleichtert aus, als sie das Mittel entgegennahm, fragte aber mit einem Blick, den sie Yelmiz leicht seitlich zuwarf, ob sie denn nicht noch ein wenig mehr davon haben könne. Nur für den Notfall verstehe sich.

- wird fortgesetzt
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Gruppenfindung und andere Katastrophen

- In den Wäldern rund um Gareth -

Valandriel rannte. Sonnenlicht schien spärlich durch das dichte Blätterdach des Waldes. Der Elf wusste nicht, wie viel Zeit inzwischen schon vergangen war, doch die schwindenden Kräfte verrieten ihm, dass er nicht mehr lange würde fliehen können. Durch den Wald schallten die vor Erschöpfung langsam angespannt werdenden Stimmen der Verfolger, dass doch jemand endlich den verdammten Anderlingen fangen solle.
Valandriel mobilisierte seine letzten Kräfte, stürmte durch ein paar Büsche und fand sich plötzlich vor einer Steilwand wieder. Nur sekunden später tauchten die Verfolger auf und finden an, den Elf einzukreisen. Valanriel verschaffte sich schnell einen Überblick und stellte fest, dass sich die Felswände in einem Halbkreis um ihn schlossen. Er mobilisierte seine letzten Kräfte, um die Felswand hochzukommen, während seine Verfolger mit Steinen nach ihm warfen. Etwas atemlos erreichte der Elf den Vorsprung. Einer der Verfolger rief, sie sollten nach einem anderen Weg suchen.

Razchrar saß abwartend am Straßenrand, der Schweif zuckte ungeduldig. Seit Wochen war er auf der Suche nach seinen Brutgeschwistern, die bei einer Expedition verschwunden waren und, wie er später erfahren hatte, entführt wurden. Die Spur hatte ihn bis an den Rand von Gareth geführt. Nun hoffte er, die Spur seiner Brutgeschwister wieder aufzunehmen.
Aus dem Wald hinter ihm erschallten Stimmen. Razchrar drehte den Kopf in Richtung des Lärms und lauschte. “Haltet den verdammten Sklaven!”
Razchrar sprang auf und lief in Richtung der Stimmen. Zwei Sklavenjäger kamen ihm entgegen und durch die Bäume sah er einen großen Menschen fliehen. Razchrar zog Achfawar und griff die beiden Verfolger an. Der Mensch zog seinerseits die Dolche.

Baron Wunderrat Cordovan von Mersingen kam mit seiner Frau Ludilla, deren Zofe, dem Haupmann seiner Wache, mehreren Wachen und seinem Leibarzt Yelmiz die Straße entlang geritten. Wie Yelmiz erfahren hatte, waren sie auf dem Weg nach Gareth, um dort einige Zeit in einem Anwesen befreundeter Adliger zu wohnen und in Gareth nach einer Möglichkeit zu suchen, den sich stetig verschlechternden geistigen Zustand seines Herren bessern, wenn nicht zu kurieren. Yelmiz, der zu Wunderrat kurz nach seiner Ausbildung gerufen worden war, fragte sich bereits seit geraumer Zeit, warum er in die Dienste dieses seltsamen Mannes getreten war. Plötzlich hielt der Zug und Yelmiz schreckte aus seinen Gedanken auf. Einige der Wachen scherten aus dem Zug aus und liefen in den Wald. Yelmiz rutschte nervös auf seinem Sattel hin und her, während Wunderrat ein paar Schmetterlinge bewunderte und sagte: “Sind sie nicht wunderschön?” Ludilla erwiderte die Frage mit einem genervten Schnauben.

Valandriel versteckte sich mit gezogenen Dolchen hinter einem Baum. Einer seiner Verfolger kam ihm gefährlich nahe. Valandriel duckte sich und er hörte einen Ast knacken. Er zuckte zusammen, stellte aber im selben Momant fest, dass es das Geräusch nicht aus seiner näheren Umgebung gekommen war. Einer der Verfolger machte sich auf den Weg, um herauszufinden, woher das Geräusch gekommen war, die anderen jedoch suchten weiter die Umgebung ab, wo sie den Elfen zuletzt gesehen hatten und wurden auch fündig.

Razchrar schlitzte in der Zwischenzeit den ersten der Gegner auf und besudelte sich mit dem Blut des gefallenen Feindes. Seine Nüstern bebten vor Blutlust, während der zweite Verfolger den Fehler machte, dem Achaz zu nahe zu kommen. Den ersten Angriff konnte er noch abwehtren, doch der kampferprobte Achaz war schneller und wendiger. Razchrar hörte irgendetwas näher kommen.

Valandriel griff den ersten der beiden Verfolger an, die Klippe in der Seite, einen Baum im Rücken. Katzengleich wich einer der beiden aus, während der zwiete einen tiefen Schnitt von einem der beiden Dolche abbekam. Hinter Valandriel rührte sich etwas, doch der Elf konnte sich jetzt nicht umdrehen.

Razchrar stand stolz und siegessicher auf den Leichen der beiden Gefallenen und nutzte die Sekunde, um sich selbst zu feiern. Doch sah er auch, dass der Mensch, der nicht weit von ihm entfernt kämpfte, noch immer in Bedrängnis war. Mit blut triefender Waffe lief er zu dem Menschen mit den, wie er erkannte, seltsam langen Ohren. Hinter ihm liefen zwei Menchen mit eigenartig anmutender Eisenhaut hinterher, die sich aber nicht um ihn, sondern den anderen Menschen kümmern wollten.

Yelmiz packte in der Zwischenzeit die Neugierde, was im Wald vor sich ging. Er verließ den schützenden Troß. Er lief hinter den Wachen her, die einem seltsam geschuppten Wesen nachliefen und betrachtete den mit Blut besudelten Waldboden und die Gefallenen mit einer Mischung aus Faszination und Abscheu. Er sah der Echse nach, die gerade einen der Angreifer von oben nach unten aufschlitzte und hoffte, sie würde ihre Aufmerksamkeit nicht auf ihn richten. Er beobachtete, wie der schmale, etwas blasse Mensch seinen Angreifer besiegte und dann die Echse und die Wachen bemerkte. Der Mann drückte seinen Rücken durch und lief an der Echse vor auf Yelmiz zu. Der Arzt erkannte in diesem Moment, dass es sich um einen Elfen handelte und dass dieser dringend seine Hilfe bräuchte. Also versuchte Yelmiz, den Elfen abzufangen und seine Hilfe anzubringen.

Valandriel wollte seine Ruhe haben. Er war sich sicher, dass er den Kampf auch ohne die Hilfe der Echse hätte schaffen können und drückte seinen Rücken vor Selbstbewusstsein durch. Auf die in stark gebrochenem Garethi gestellte Frage, ob es ihm gut gehe, reagierte er nicht. Als dann auch noch dieser eigenartige, karamellfarbene Mann mit dem Handtuch auf dem Kopf auf ihn zukam und seine Hilfe anbot und ihn auch noch anfassen wollte, war der Tag für ihn ein für alle Mal gelaufen. Mit einem patzigen “Fasst mich nicht an” schlug er die Hand des Mannes im Nachthemd weg. Wie eine Katze fing Valandriel anzufauchen. Der Mann zuckte mit seinen Schultern und entfernte sich ein wenig. Valandriel sah sich auf einmal umzingelt von zwei Wachen, der Echse und dem Mann in Nachtgewandung. Er fühlte sich bedrängt und in die Ecke getrieben. Gerade erst eintkommen, fürchtete er, wieder in einen Käfig gesperrt zu werden.

Yelmiz redete besänftigend auf den Elfen ein, aber er merkte, dass dieser dicht gemacht hatte. Angst stand in seinem Gesicht und er bemerkte etwas Getriebenes in seinem Blick. Die Echse neben Yelmiz fing an, das Blut von seiner Waffe zu wichen und zischelte, es wäre besser, diesen seltsamen Menschen besser in Ruhe zu lassen. Yelmitz beobachtete, wie sich der Elf sichtlich entspannte, fühlte sich aber bemüßigt, die Anwesenden einzuladen, mit zu seinem Herren zu kommen. Wider Erwarten stimmten beide zu.
Yelmiz wusste, dass sich sein Herr für die seltsamsten Kreaturen interessierte. Woher auch immer diese eigenartige Vorliebe kam, er hätte wahrscheinlich auch einen Drachen gestreichelt, der ihm gerade seinen Freueratem ins Gesicht spuckte. Yelmiz hatte es schon vor einer Weile aufgegeben, sich über Wunderrat zu wundern und verabreichte lieber Beruhigungsmittel.
Wunderrat sah die Wesen aus dem Wald treten und kommentierte dies mit einem “oh, was sind das für wunderbare Wesen?” Ludilla fauchte ihn mit seinem Namen an, doch davon ließ er sich nicht beirren und Yelmiz ließ sich den Elfen und den Achaz selbst vorstellen.
“Wollt ihr nicht mit uns kommen?”, schlug Wunderrat vor.
“Bist du irre?”, fragte Ludilla entrüstet, blinzelte dann, als würde sie sich erst jetzt daran erinnern, dass er es wirklich war und schwieg dann resigniert.
Der Achaz nickte und auch der Elf schloss sich ohne einen weiteren Kommentar an. Nur an den Grenzen der Stadt Gareth wurden sie noch einmal aufgehalten, da der Achaz die Stadt nicht betreten durfte.
“Er steht unter meinem Schutz”, plapperte Wunderrat fröhlich drauf los und Yelmiz fragte sich, nicht zum ersten Mal an diesem Tag, wie er nur bei diesem Menschen gelandet und warum er nicht schon längst gegangen war?

- In Gareth -

Artjosh betrat die Stadt Gareth. Er hatte schon viel von ihr gehört, fand sie aber nicht halb so beeindruckend wie seine Heimatstadt. Han-Hepi zupfte an seiner Tunika.
“Ist es das? Sind wir da? Sehen wir jetzt Menschen wie mich? Wann werden wir sie sehen? Und Wo?”, floss es aus Han-Hepis Mund. Artjosh seufzte.
Er hatte den kleinen Waldmenschen auf einer Handlsreise gefunden. Einsam, alleine, vor Dreck starrend und wahrscheinlich tausende Meilen von der Heimat entfernt, hatte er mit dem Mädchen Mitleid gehabt. Seither hatte er keine Nacht mehr richtig geschlafen, war ständig besorgt gewesen, Han-Hepi könne von einem der Bäume fallen, auf denen sie zu schlafen pflegte oder dabei erwischt werden, wenn ihre Finger in Taschen landeten, die nicht ihre eigenen waren.
“Ja, wir sind da. Und ich weiß es nicht.”
Artjosh suchte nach den Gegenständen, die sie aus einer Ruine geborgen hatten die er nun verkaufen wollte. Hübsch waren sie nicht, aber seiner Erfahrung nach würden die Menschen beinahe alles kaufen, solange ein Zwerg die Sachen verkaufte. Han-Hepi zupfte an seinem Ärmel.
“Lass uns weitergehen. Ich will das alles sehen. Ja alles. Jetzt.”
Artjosh unterdrückte ein erneutes seufzen und ging weiter die Hauptstraße entlang, die, wie er erfahren hatte, direkt ins Zentrum und damit zum großen Marktplatz Gareths führen würde. Artjosh hatte sein Zeitgefühl verloren, aber er wusste, so lange konnten sie noch nicht unterwegs sein, aber Han-Hepi war für ihn heute ganz besonders anstrengend. Er blieb an einem tiefen Krater stehen, aus dem tiefschwarze Kristalle ragten. Rund um den Krater standen Häuser, die sich an die Form des Loches von ihrer Position anpassten. An einem der Häuser, an denen noch gebaut wurde, entdeckte Artjosh einen Bauarbeiter, der allzuschnell seine Arbeit beendete und mit stolzgeschwellter Brust ohne gefragt zu werden erzählte, dass er persönlich hier alles wieder aufgebaut hatte.
Artjosh rollte mit den Augen und betrachtete die dunklen Kristalle eingehender. Obwohl er eine Menge über Kristalle wusste, hatte er doch keine Ahnung, was das sein sollte.
Der Arbeiter hatte Artjoshs Blick bemerkt und plauderte ohne Luft zu holen weiter, dass sie die Überreste des Dämonenangriffs auf die Stadt seien. Han-Hepi klebte ihm fasziniert an den Lippen und presste dabei ihre Holzpuppe, an der sie schon erstaunlich lange schnitzte, an sich. Der Zwerg stieg gedanklich aus und schleppte die protestierende Han-Hepi weiter in Richtung Innenstadt.

Han-Hepi hatte von Artjosh schon einiges über Gareth gehört. Aber das, was sie jetzt sah, übertraf selbst ihre buntesten Phantasien. So viel Fragen schwirrten in ihrem Kopf herum. Und von jedem Baum aus hätte sie am liebsten die Stadt in Augenschein genommen. Artjosh packte ihre Hand unsanft und verlieh seinem “nein” mit dem Druck seiner Hand nachdruck, als Han-Hepi nach dem Armreif einer Frau griiff, der im Sonnenlicht glitzerte.
Artjosh war ein guter Mann . Nicht so wie die Menschen, die sie gefangen genommen und verschleppt hatten. Sie sah in ihm den einzigen richtigen Vater, an den sie sich erinnern konnte. Und doch trieb sie der Wunsch, ihre Leute wiederzufinden, vielleicht sogar ihre Eltern. So in Gedanken versunken merkte sie nicht, dass der Zwerg stehen geblieben war und lief in ihn hinein. Artjosh hatte einen Trödelhändler gefunden, dem er sofort die Öllampe anpries, die sie gefunden hatten. Han-Hepi betrachtete mit immer größer werdenden Augen die kleinen Scheiben, die Artjosh zugeschoben wurden und überlegte, dass dot, wo der Händler sie rausgezogen hatte, auch noch mehr sein mussten.
“Geh doch aus dem Weg, Kind”, schimpfte eine ältere Frau und Han-Hepi wurde dadurch vorerst von ihrem Plan abgebracht. Die Frau hatte einen viel größeren Beutel. Die Frau fand innerhalb kürzester Zeit etwas, das sie interessierte und beachtete Han-Hepi daher nicht mehr. Sie nutzte die Gelegenheit und griff in den Beutel.

Artjosh fragte sich manchmal, ob Han-Hepi ihre Ohren nur zur Dekoration mit sich herumtrug. Natürlich hatte er gesehen, dass sie etwas gestohlen hatte und war nur froh, dass nur er und sie davon wussten. Mit der Stadtwache wollte er heute nicht auch noch zu tun haben. Während er an seinem Reiseproviant kaute und überlegte, ob er sich nicht sofort in ein Zimmer einmieten sollte, fiel sein Blick auf einer überaus seltsame Reisegesellschaft bestehend aus einem Tulamiden, einer überdiemensionierten Echse und einem Elfen, die in Begleitung einer höher gestellten Person reisten. Han-Hepi rnnten den Leuten entgegen und starrte sie mit offenem Mund an. Artjosh wollte sie gerade an der Schulter packen und sie in Richtung eines Gasthauses mitnehmen, als er einen aus der Gruppe sagen hörte: “Heute ist mein Glückstag. Noch mehr so wunderbare Wesen. Kommt doch auch zum Abendessen.”
Artjosh sah, dass es jetzt die Begleitung des Mannes war, der der Mund offen stand. Mit einem fast hyterischen Ton in der Stimme fragte sie: “Du kannst doch nicht … und wirst nicht … WUNDERRAT!!!”
“Aber Ludilla, Liebes, wann haben wir schon so viele so wunderbare wesen um uns? Das muss ein Zeichen sein.”
Die Frau mit dem namen Ludilla zerrte ihren Mann fast vom Pferd runter und sie traten durch ein großes Tor. Die Mauer umschloss ein herrschaftliches Anwesen und Artjosh dachte, dass die Menschen in ihrer Baukunst immerhin entwicklungsfähig war.

Razchrar sah den Teich, der sich auf dem Grundstück befang und ging zielstrebig daruaf zu. Ohne zu zögern glitt er in das Wasser, wobei der den Zierfischen einen Schrecken einjagte. Zufrieden sank er immer weiter in das Wasser, dabei das Blut des letzten Kampfes von seinen Schuppen waschend. Er ignorierte die überaus unterschiedlichen Reaktionen auf sein spontanes Bad.

Han-Hepi hielt die gestohlenen Münzen in den Händen und fing an zu beten. Dann ging sie zum nächsten Baum und vergrub sie darunter, um dann eine ausgedehte Pause auf eben jenem Baum zu machen. Sie wusste, Artjosh würde sich wieder Sorgen um sie machen, wenn sie versuchte, auf den Baum zu kommen, aber sie machte das ja nicht zum ersten Mal. In ihrer Selbstsicherheit packte sie bei einem Ast nicht richtig zu und verlor beinahe den Halt. Nur ihre Reflexe bewahrte sie davor, mehrere Meter in den Abgrund zu stürzen.

Yelmiz, Valandriel und Artjosh beschlossen, noch etwas in die Stadt zu gehen, bevor das Abendessen beginnen würde.

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